Unterernährung
Der Nährstoffbedarf eines Menschen bezeichnet die Menge an Nahrung, die für
eine optimale Gesundheit und Leistungsfähigkeit benötigt wird. Durch Mangel-
oder Unterernährung kommt es durch unzureichende Zufuhr einzelner oder
mehrerer Nährstoffe zu physiologischen (körperlichen)
Funktionseinschränkungen, die bis zum Tode führen können. Zunächst verliert
der Körper Fette, dann Muskelmasse, die aus Eiweißen besteht. Wenn das
Körpergewicht eines Kindes weniger als 80 Prozent des Durchschnittsgewichtes
eines Kindes vergleichbarer Größe beträgt, bezeichnet man das Kind als
unterernährt. Unterernährung gehört zu den häufigsten Todesursachen von
Kindern in Krisensituationen. Kinder reagieren empfindlicher auf
Unterernährung als Erwachsene, da sie im Wachstum einen verhältnismäßig
höheren Nährstoffbedarf haben. Da sie keine großen Mahlzeiten verdauen
können, müssen sie häufig mit kleinen Portionen gefüttert werden. In
Krisensituationen ist dies häufig nicht möglich. Die Kinder erhalten
dementsprechend weniger Nahrung als sie eigentlich bräuchten. Außerdem
neigen Kinder eher zu Infektionskrankheiten, die einerseits den Appetit
hemmen, andererseits aber mit einem erhöhten Kalorien- und Nährstoffbedarf
einhergehen. Diese Krankheiten können ebenso schnell wie die Unterernährung
zum Tode führen.

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